Die Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade ist ein Kreis von Menschen, der sich aktiv einsetzt für den Umweltschutz und eine nachhaltige Lebensweise. Die Gruppe ist 2007 innerhalb der evangelischen und der katholischen Gemeinde unter dem Eindruck des Klimawandels entstanden. Von Anfang an gehören aber auch Menschen ohne kirchliche Bindung zu uns. Wir versuchen, konkrete Schritte nachhaltigen Lebens im persönlichen und politischen Bereich auf den Weg zu bringen. Dazu treffen wir uns jeden dritten Dienstag des Monats von 19:00 bis 21:00 Uhr im evang. Gemeindehaus Goltzstr. 33 in Lichtenrade.

 

Wenn Sie Lust haben, unsere Arbeit kennenzulernen, sind Sie herzlich eingeladen. 

Melden Sie sich bitte vorher an unter der  Mailadresse: kontakt(at)oekumenische-umweltgruppe-lichtenrade.de

 

2026 sind unsere Projekte:

 

1. Weiterverfolgung des Ziels einer Radwegeverbindung zwischen Lichtenrade und Innenstadt (verstärkte Vernetzung mit ADFC, Changing Cities, des Stadtteilzentrums Marie-Li u. anderen) und einer Modellstrecke zur fahrradfreundlichen Umgestaltung einer Kopfsteinpflasterstraße


2. Das 4. Lichtenrader Radlerfest wird am Sonntag, 14.06.26  um 15 Uhr im Gemeindegarten im Domstift 24-30 stattfinden.

 

3. Der Dritte Lichtenrader Salon mit Live-Musik findet statt am Donnerstag, 12.11.26 in der Seniorenfreizeitstätte im Gemeinschaftshaus Lichtenrade. Thema: Nachhaltige Ernährung. Weitere Informationen folgen in Kürze.

 

 

Wir finanzieren unsere Aktivitäten durch eine am persönlichen "Umweltverbrauch" (ökologischer Fußabdruck) orientierte Klimasteuer und über Spenden.

   Wir laden Sie herzlich ein zum 

    4. Lichtenrader Radlerfest!

 

Treten auch Sie in die Pedale beim

Senior Mass Fahrradkorso 

am 20.6.2026

Auch in diesem Jahr findet wieder der SENIOR MASS FAHRRADKORSO statt und zwar am 20. Juni 2026 nach dem Motto "Wer ist müheloser unterwegs als eine Möve, ein Pferd oder ein Düsenjet?" - "Senior*innen auf dem Fahrrad!"

Radfahren ist nach wie vor eine äußerst effiziente Fortbewegungsart, besonders auch für die ältere Generation! Deshalb halten auch Sie sich mobil und radeln mit!

Weitere Informationen über Treffpunkt,

Abfahrtszeit und Route unter:

                      Einladung

zum Besuch des Klärwerks Waßmannsdorf

am 20.08.2026

Liebe Freundinnen und Freunde der Ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade,

wir laden Sie und euch zu einer Radtour von Lichtenrade nach Waßmannsdorf ein, wo wir an einer Führung im dortigen Klärwerk teilnehmen wollen.

Thema: Was machen wir mit unserem Wasser? –

Was wird aus unserem Abwasser?

Wir werden in ca. 2 Stunden durch die Anlage geführt und über die einzelnen Schritte der Abwasseraufbereitung informiert. Der Besuch ist kostenlos.

Die Tour eignet sich auch besonders für Eltern mit Kindern ab 10 Jahren. Kinder ab 10 Jahren dürfen an der Führung teilnehmen.

Treffpunkt: 9:30 Uhr, Lichtenrader Damm / Ecke Großziethener Straße

Anmeldung bitte an Karl Griese,

Mailadresse: [email protected] 

Die Ukraine braucht weiterhin unsere Hilfe!

Die Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade ruft zu einem Spenden-projekt auf, das in der Gemeinde Chernihiv in der Nähe von Charkiv die Lebens-bedingungen entscheidend verbessern kann!    Wir haben eine

Spendensammlung für mobile Stromspeicher ins Leben gerufen, die die betreffende Gemeinde bei der unabhängigen Stromversorgung unterstützen. Sie können in kürzester Zeit aufgeladen werden, wenn Strom vorhanden ist, um dann bei Stromausfall (ein sehr häufiger Zustand in der dortigen Gegend!) Energie für lebenswichtige Geräte wie Mobiltelefone, Heizgeräte, medizinische Geräte, Kochmöglichkeiten etc. zur Verfügung zu stellen. Die Speicher bieten vielfältige Anschlussmöglichkeiten und können auch über eine Solaranlage geladen werden.

 

Anschaffungspreis für einen leistungsfähigen Stromspeicher: ca 1.300 €

 

Unser Spendenkonto:   

Ev. KKV Berlin Mitte-West – Berliner Sparkasse

IBAN: DE75 1005 0000 0191 2162 59  

Verwendungszweck: 1312-51.6900.26 - Stromspeicher Ukraine

 

Die Spendensammlung wird bis zum 30.07.26 durchgeführt.

  

Das Spendenkonto wird von  der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Lichtenrade, Goltzstr. 33, 12307 Berlin, geführt

 

Bitte unterstützen Sie uns!

Für Spenden bis 300 € wird für das Finanzamt keine Spendenbescheinigung benötigt. Als Nachweis genügt der Kontoauszug oder Überweisungsbeleg. Für höhere Summen können Sie eine Spendenquittung erhalten. Dafür sind folgende Angaben erforderlich:

 

Verwendungszweck, Name und Vorname des Spendenden sowie genaue Anschrift
Kauf und Transport werden von der Ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade kostenlos organisiert. Für weitere Informationen schreiben Sie bitte eine E-Mail an [email protected]

                                                                                 V.i.S.d.P.: M. Rass  


Der LebensMittelPunkt Lichtenrade lebt!

Der LebensMittelPunkt Lichtenrade lebt!

Vor nun mehr als fünf Jahren drang die vom Ernährungsrat Berlin formulierte Forderung nach mehr Wertschätzung und weniger Verschwendung von Lebensmitteln  nach Lichtenrade zur ökumenischen Umweltgruppe vor und führte zu einem breiten Bündnis mit anderen Lebensmittel-Bewegten im Ort: Menschen aus dem Kreis der Lebensmittelretter*innen von „foodsharing“, mit Menschen vom „Wohntisch“ (später dem Verein Lichtenrader ReWIR e.V.), von der Ortsgruppe des Bündnis 90 / Die GRÜNEN, und der Ökumenischen Umweltgruppe taten sich zusammen und suchten nach einem möglichst zentralen, nachbarschaftlichen Treffpunkt zu gemeinsamem, einladendem Kochen und für Ernährungsbildung – für einen „LebensMittelPunkt“, von denen sich damals ein wachsendes Netz in ganz Berlin entwickelte.

Eine der ersten Aktionen war es, einen Ort zu schaffen für gerettete Lebensmittel, einen „Fairteiler“, wo mit Hilfe der Mitarbeitenden von foodsharing Lebensmittel, statt im Müll entsorgt zu werden, für alle zugänglich gemacht werden. Bis heute steht ein auch von uns betreuter und von Menschen aus der Salvatorkirche gebauter Schrank hinter der Kirche in der Briesingstraße. Eine Erneuerung steht bevor!  

Die Zwischennutzung des Landhauses im Lichtenrader Revier bis zur Eröffnung einer professionellen Gaststätte oder auch die Mitnutzung einer der Küchen in der Alten Mälzerei ließ sich damals leider nicht realisieren.
Bis wir aber im Dezember 2022 eine sehr schöne öffentliche Küche für unsere Aktivitäten gefunden hatten, bereiteten wir für verschiedene festliche Anlässe um die Alte Mälzerei oder auf der Bahnhofstraße z.B. Brotletten und die berühmten Aufstriche aus überwiegend geretteten, ansonsten regional und ökologisch erzeugten Lebensmitteln in unseren privaten Küchen zu.

    Unser Wissen über eine Ernährungsweise, die sowohl den Menschen der Stadt, als auch den bäuerlichen Betrieben im Umland und dem Klima gut tut, beflügelt die langsam wachsende Gruppe, sich immer weiter auszuprobieren in der Kunst, mit wenig Geld aus dem, was vorhanden ist, geschmackvolle Gerichte auf den Tisch zu bringen. Die wichtigste Zutat ist die Freude zusammenzukommen, zu planen, zu schnippeln, zu kochen und in Gemeinschaft zu essen und viel voneinander zu erfahren. Inzwischen sind wir ein fester Bestandteil im Netzwerk von Lichtenrader Initiativen, die wir mit unseren Aktivitäten und Beiträgen bereichern.


Wir treffen uns in der Regel
am 1. Mittwoch jeden Monats um 16 Uhr in der Küche des Familienzentrums Lichtenrader Damm 198-212, 2.Stock rechts, 12305 Berlin-Lichtenrade   und freuen uns immer wieder über Mitstreiter*innen, die unseren Kreis erweitern!
Kontakt: <[email protected]

1. Adventsmarktaufstriche   2.Brotchips  3. gute Gespräche

4. Fülle  5. über die Schulter  6. Sommerrollen

Vom alten Wirtshaus zum modernen Restaurant:

Das Landhaus Lichtenrade

Am 09. Februar diesen Jahres fand im Restaurant „Landhaus Lichtenrade“ eine Veranstaltung zur

Geschichte des Hauses statt, organisiert vom ReWIR.Salon des Vereins des Lichtenrader Reviers.
Der Andrang von Lichtenraderinnen und Lichten-radern und der Bewohnerschaft des Lichtenrader

Reviers war sehr groß, sodass bald schon die vorhandenen Sitzplätze nicht mehr ausreichten. Der Vortrag von Marina Heimann, der Chronistin Lichten-rades, über die wechselvolle Geschichte des Landhauses, illustriert mit Bildern und Anekdoten, ließ diesen Ort in den folgenden anderthalb Stunden sehr lebendig werden.

Erbaut wurde das Wirtshaus 1893 im Fachwerkstil und bestand aus dem zweigeschossigen Wirtshaus und einer Gaststube. Neben und hinter der Gaststätte gab es einen Garten mit Lindenbäumen, in deren Schatten die Menschen nicht nur aus Lichtenrade gerne verweilten sondern auch Berliner, die als Wochenendvergnügen ins Umland herausfuhren um sich zu erholen und hier auf ein Bier einkehren konnten. Etwas später (1898) wurde dann von der Schlossbrauerei Schöneberg die Alte Mälzerei errichtet, ein moderner Industriebetrieb zum Mälzen des Getreides. Da beim Mälzen, der Vorstufe des Bierbrauens, starke Gerüche entstehen, wurde dieser Betrieb hierher ins Umland verlegt, war aber nur bis in die zwanziger Jahre in Funktion. Die

Schlossbrauerei nutzte das Wirtshaus zum Ausschank ihres Bieres. Zwischen Mälzerei und dem Wirtshaus gab es damals auch noch einen Ruderteich! (vgl. Bild unten)

Allerdings gibt es auch eine dunklere Seite des Wirtshauses: In den Kriegsjahren waren in dem Gebäude Zwangsarbeiterinnen untergebracht.

Die beständig wachsende Bevölkerung Lichtenrades nutzte die Räumlichkeiten jahrzehntelang für Familienfeste, Tanzabende, Bälle, Nikolausfeiern u.a. In den 60ern wurden auch Unterbringungsmöglichkeiten für Gäste eingerichtet und das Wirtshaus erhielt die Konzession für einen Hotelbetrieb. In den 70er/80er Jahren gab es hier auch eine Disco „Happy Buhr“, in Anlehnung an den Namen der damaligen Besitzer des Hauses, Familie Buhr. Dann stand das Haus lange Zeit leer und wurde dem Verfall preisgegeben. Frau Heimann berichtete über die Gefahr des Abrisses des „Landhauses Buhr“, als 2010 ein großes Einkaufszentrum hier entstehen sollte und hob hervor, dass die Ökumenische Umweltgruppe sich damals erfolgreich dafür einsetzte, dass das Landhaus 2012 unter Denkmalschutz gestellt wurde und somit ein für Lichtenrade in großem Maße ortsprägendes Gebäude gerettet werden konnte.

Heute ist das alte Fachwerkhaus endlich zu neuem Leben erwacht - dank der behutsamen Restaurierung durch den Investor, die UTB. Es erstrahlt in neuem Glanze und der frühere Fest- und Tanzsaal bietet viel Raum für den Betrieb eines Restaurants, eines Restaurants mit einem besonderen Angebot für Lichtenrade: Es wird mit überwiegend ökologisch erzeugten, frischen
Lebensmitteln aus der Region gearbeitet. Und das eigens auf dem Gelände gebraute "Lichtenrader Bier" wird nur hier und in der kleinen Gaststube ausgeschenkt, ab Mai auch draußen im Biergarten! Frau Dancke von der UTB wies noch auf einige Besonderheiten der Architektur hin, z.B.darauf, dass das alte Fachwerkhaus und der gläserne Anbau ein harmonisches Ensemble bilden - Parallelen des Neubaus zu Mies van der Rohes Neuer Nationalgalerie durchaus intendiert.
G. Theisen-Grams 

Bild 5: Alte Postkarte von 1907 mit Ruderteich zwischen Mälzerei und Wirtshaus; Fotos von B. Doecker und G. Theisen-Grams